Archiv für August, 2007

coming down cold – ebbot & mattias

Posted in video with tags , , , , on August 23, 2007 by Oliver

schon wieder ein video und schon wieder melancholie. da kündigt sich offenbar der herbst an. nach dem gefühlten sommer im april haben sich die blätter noch recht lang an den bäumen gehalten, doch einige beginnen nun ihr blätterkleid abzulegen. im august. dementsprechend gerät pop wieder in den hintergrund und herzmusik tritt hervor.

manchmal geschieht dies auch etwas unerwartet. the soundtrack of our lives werkeln nach einer kleinen pause gerade an origin vol. 2, das dieses jahr noch erscheinen soll und dabei muss die herren mattias bärjed, niclas stenholm und ebbot lundberg wohl die sehnsucht nach leisem gepackt haben. ergebnis ist ein song für die schwedische serie „upp till kamp“: coming down cold

noch mehr melancholie demnächst.

(via swedesplease)

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saturday waits – loney dear

Posted in musik, video with tags , , , , on August 20, 2007 by Oliver

zu loney dear wird es in den kommenden monaten sicher noch einiges zu erzählen geben. den anfang bestreitet der emil svanängen selbst:


(direktemil)

swedish workout

Posted in musik, schweden, stockholm with tags , , , , , , , , on August 16, 2007 by Oliver

der fitnesswahn ist etwas, was sich mir nur gedanklich erschließt und das auch nur mit mühe. nach einem gescheiterten versuch das joggen zum alltagsereigniss hochzustilisieren konzentriere ich mich zur zeit auf den kneipensport (z.b. pingpong in der kantine kn). einen interessanten ansatz bietet einmal mehr stockholm und södermalm im speziellen.
im vintervikens trädgård findet einmal in der woche indiegympa, die indie-gymnastik, statt. dabei handelt es sich um eine fitnesseinheit deren übungen sich an „klassische“ musikvideos anlehnen, musikalisch untermalt von „alternativ pop“ – was in schweden populäre gruppen wie the smiths, belle & sebastian oder sämtliche twee-pop-musiker umfasst.

wer sich gerade in stockholm befindet und passende klamotten zur hand hat, ist hier richtig. die nächsten termine sind der 23. und 30. august jeweils 18 uhr.

(via dagens nyheter)

sneakers, sami-style

Posted in schweden, style on August 14, 2007 by mmmatze

nicht nur, wenn es um musik geht, sind die schweden und ihre skandinavischen nachbarn ganz weit vorne, auch stylemäßig machen sie der zentraleuropäischen kartoffel gerne mal was vor. und so gehen schwedophile indiekids nicht ohne das totenkopfäffchen von cheap monday aus dem haus (den mädels sei an dieser stelle das schicke dänische modelabel nümph empfohlen). aber was kommt an die füße? diese schwierige frage beantworten puma und die stockholmer schuhfetischisten von sneakersnstuff mit ihrem clyde-modell. traditionelle farbgebung der nordskandinavischen samen-tracht trifft auf (peta-freunde weghören) rentierleder und macht einen ziemlich funky schuh. natürlich ist das teil limitiert as fuck, darum verrat ich jetzt auch nicht, wo es den gibt!

clickclickdecker goes electro = no budget download

Posted in download, musik, saugen alta with tags , , , , on August 13, 2007 by mmmatze

ich mag diesen kerl. kevin hamann spielt unter seinem aka clickclickdecker unterhaltsame singer/songwriter-musik mit grundehrlichen texten (correct me, wenn das allzu bescheuert klingt), hat als wohnort bei myspace hh bahrenfeld bei der aral stehen und trägt auf seinem foto dort eine plattenhülle auf dem kopf. und weil hier kunst und selbstdarstellung so formidabel zusammenkommen der gute clickclick offensichtlich nicht ausgeglichen war in den letzten wochen/monaten, hat er einige elektronische instrumentalstücke übrig, die er jetzt unter dem pseudonym my first trumpet raushaut. die platte heißt „frerk“, wiegt gezippt ca. 65mb und kann hier kostenlos heruntergeladen werden. zwölf stücke mit so tollen titeln wie „nordiopathie“ oder „the owl like to bowl“ harren des saugens. ich habs getan und empfehle es unbedingt weiter. beim zuständigen label aerotone gibt es die songs einzeln sowie das schicke, dazu gehörige artwork. mehr davon, clickclick!

i press trigger – robyn

Posted in musik, video with tags , , , , on August 11, 2007 by Oliver

es gäbe sicher viele künstler aus schweden, mit denen ich hier anfangen könnte. ganz im speziellen wären das hello saferide / säkert!, i’m from barcelona oder peter bjorn & john. alle gesehen und von allen verzaubert worden. ganz besondern natürlich von frau norlin. notiz an mich: immer ein paar socken dabei haben um der dame die angst vor meinen füßen zu nehmen!
dennoch widme ich mich hier robyn.
die wasserstoffplonte stockholmerin ist trotz ihrer 28 jahre schon ein alter hase im musikgeschäft. seit 13 jahren verfolgt die das was man gemeinhin karriere nennt und erlebte mit singles in den us-top-10 höhen und zurückgehaltenen alben seitens der plattenfirmen auch ein paar tiefen. viele sahen in ihr eine schwedische britney oder die skandinavische antwort auf das genie in der flasche, was früher oder später zu problemen führen musste. in jungen jahren eignete sich robyn sicher mangels erfahrung zu einer hübschen marionette, aber man unterschätzte offenbar ihren charakter.
da einige dinge nicht wunschgemäß verliefen kaufte sich die musikerin aus ihren verträgen frei, gründete einen eigenen verlag, konichiwa records, und landete prompt mit der ersten veröffentlichung und gleichzeitig ihrem vierten album auf platz eins der schwedischen charts. fm4 feiert die frau, ebenso wie laut.de. auch perez hilton drückt seine wertschätzung aus und ich bin mir sicher, dass da noch einige dazu kommen werden. denn das selbstbetitelte album enthält feinsten pop, der von breakbeats, hiphop und techno bis hin zu klavierballaden ein breites spektrum abdeckt und dabei so elegant charmant zitiert, dass es einem wohlig ums herz wird. ja, es ist harmlos, es tut niemanden weh, auch wenn manchmal jungs eine abfuhr erhalten („bum like you“) oder die sängerin ihr ego auf hochglanz poliert („konichiwa bitches“). trotzdem unterhält „robyn“ auf eine art und weise wie es nur wenigen popalben gelingen mag. man erwischt sich beim mitsummen und schämt sich nicht dafür. außerdem besitzen sehr viele lieder ein eigenes spannendes potential. aus dem aufgeregten dringlichen „be mine!“ kann dann mal eben ein melancholisch eindringliches werden:


(direktmein)

und weil mich das gesamte album mit jedem durchlauf immer mehr begeistert, erhält robyn heute den vorzug. außerdem ist nun der druck des ersten eintrags überstanden…

offizielle homepage: robyn
myspace